Wurde nur der Hinflug gestrichen?

Wurde nur der Hinflug gestrichen?

Hat die Fluggesellschaft nur den Hinflug gestrichen? Soll der Rückflug trotzdem stattfinden? Die Pandemie des Corona-Virus hat zu viel Verwirrung in der Luftfahrt geführt. Da kam es auch immer wieder häufiger vor, dass Flüge in verwirrender Art und Weise gestrichen wurden.

Was sind jedoch die Rechte eines Fluggastes in einem solchen Fall? Muss man den Rückflug wahrnehmen? Von Aviclaim haben wir Informationen über einen solchen Fall erhalten. Aviclaim ist ein Portal für Fluggastrechte.

Europäische Fluggastrechte kann man in der Verordnung 261/2004 des Europäischen Parlamentes und des Rates nachlesen. Zum Besipiel kann einem Fluggast auch eine Entschädigungszahlung von bis zu 600 € zustehen – und das unabhängig vom Preis, den man für sein Ticket gezahlt hatte. Allerdings muss die Airline diesen Entschädigungsbetrag nicht zahlen, sobald sogenannte „außergewöhnliche Umstände“ zur Flugunregelmäßigkeit geführt haben. Auf der Seite von Aviclaim gibt es einen kostenlosen Flugchecker, auf dem man kostenlos überprüfen kann, ob und wie viel Geld einem Fluggast zustehen.

Die Verordung gilt für alle Flüge, die entweder innerhalb der EU gestartet oder gelandet sind. Sofern die Fluggesellschaft ihren sitz nicht in der EU hat, muss der Flug zwingerndermaßen in der EU gestartet sein. So können Fluggäste bei Lufthansa Entschädigung bekommen, wenn ein Flug besipielsweise in Frankfurt International gelandet ist. Entschädigung von Etihad Airways gibt es hingegen nur, wenn der Flug in Frankfurt gestartet ist.

Was genau sind nun aber die Ansprüche, wenn der der Hinflug gestrichen wurde?

Da der Rückflug in einem solchen Fall unbrauchbar geworden ist, kann man von der ausführenden Airline den Ticketpreis zurückverlangen. Und damit ist der vollständige Ticketpreis gemeint. Die Fluggesellschaft kann keine Bearbeitungs- oder Stornogebühren für die Rückerstattung einbehalten.

Eine Voraussetzung ist allerdings, dass die beiden Flüge zusammenhängend gebucht wurden. Wenn also der Hinflug mit Lufthansa und der Rückflug mit Air France gebucht wurde, kann die französische Fluggesellschaft natürlich nicht für die Lufthansa Flugannullierung verantwortlich gemacht werden.

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